Blog über Carl Huter´s Original-Menschenkenntnis & Kallsiophie, nichtakademisch, im aktuellen Kontext.

Dienstag, 17. Januar 2017

DER DEUTSCHE KONSERVATISMUS UND DIE CDU SIND AUSGEBRANNT. (HELIODA1)


MEINUNG 

NACH STEINBACHDer deutsche Konservatismus und die CDU sind ausgebrannt

Von Wolfgang Büscher | Stand: 19:44 Uhr | Lesedauer: 5 Minuten 
Merkel beim Neujahrsempfang der IHK in Köln
Merkel beim Neujahrsempfang der IHK in Köln
Konservatismus ist in ihrer CDU auf verlorenem Posten: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) 

Quelle: dpa



https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161259389/Der-deutsche-Konservatismus-und-die-CDU-sind-ausgebrannt.html

Der Verlust des Konservativen ist ein deutsches Phänomen. Nur hierzulande ist das geistige Koordinatensystem so kräftig nach links verschoben, dass alles, was nicht links ist, seitlich herausfällt. 

Machen wir den Test. Nehmen wir zwei Sätze, zwei scharfe Messer aus dem konservativen Tafelsilber, schneiden wir damit in die Stimmungslage unserer Zeit hinein. 

Satz eins: „Nur der Staat ist souverän, der die Kontrolle über seine Grenzen hat und sie auch ausübt.“

Satz zwei: „Die Ehe zwischen Mann und Frau ist notwendige Bedingung allen Fortschritts.“ Wer heute einen dieser Sätze in einer beliebigen Talkshow sagte, würde einen Sturm der Entrüstung ernten. Und es macht gar nichts, dass beides, wenn auch anders formuliert, im Grundgesetz steht.

Artikel 6,1 GG sagt: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ Warum aber sollten sie das, wenn sie dem Land, der Gesellschaft und ja, auch dem Staat nicht etwas gäben, was andere Formen des Zusammenlebens nicht geben können?

Kinder eben oder, pathetisch gesagt, der Fortgang der Menschheit. Die Entrüstung hierüber würde auf den medizinischen Fortschritt verweisen, der es möglich macht, sich Kinder auch zu basteln, statt sie konventionell zu zeugen. Stimmt, würde der Konservative entgegnen, aber es bleibt ein Umgehungstatbestand, und das sagt ja alles.

Die Sache mit der Grenze

Kommen wir zum anderen Messer. Der frühere Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio schrieb jüngst in seinem Rechtsgutachten für die bayerische Staatsregierung, Deutschland dürfe zwar zur Sicherung seiner Staatsgrenze Hoheitsrechte an die EU übertragen, „bleibt aber in der Gewährleistungsverantwortung für die wirksame Kontrolle von Einreisen in das Bundesgebiet“.

„Die CDU ist mir nicht mehr rechtsstaatlich genug“ 

 

Erika Steinbach ist aus der CDU ausgetreten. Im Interview begründet sie diese Entscheidung mit Rechtsbrüchen der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise. Steinbach kündigt an, in Zukunft parteilos zu bleiben. 

Quelle: Die Welt 

Der Bund sei „aus verfassungsrechtlichen Gründen“ verpflichtet, wirksame Kontrollen der Bundesgrenzen wieder aufzunehmen, wenn das gemeinsame europäische Grenzsicherungs- und Einwanderungssystem vorübergehend oder dauerhaft gestört sei – was seit 2015 der Fall ist, wie jeder weiß.

Man muss das hier nicht weiter durchargumentieren. Es kann nur festgehalten werden: Beide klassisch konservativen Positionen werden von großen Teilen der Öffentlichkeit nicht mehr als legitim angesehen.

Die bösen Kinder, du-du

Man nennt es „rechtskonservativ“ und dergleichen. Man will damit sagen: Das sind die bösen Kinder, sie stehen außerhalb unseres Stuhlkreises. Und das Stuhlkreisspiel wird inzwischen auch in der CDU gespielt.

Der Verlust des Konservativen ist ein deutsches Phänomen. Anderswo ist es vital. Nur in Deutschland ist das geistige Koordinatensystem derart kräftig nach links verschoben, dass alles, was nicht links ist, seitlich herausfällt, siehe die genannten zwei Sätze.

Angela Merkel und ihr „Wir schaffen das“ 

 

Im August 2015 öffnet Angela Merkel über Nacht die Grenzen. „Wir schaffen das", verkündet die Bundeskanzlerin. Doch viele kritisieren ihre Flüchtlingspolitik, auch wegen steigender Terrorgefahr. 

Quelle: Die Welt/Christin Brauer 

Was in Frankreich oder in den USA als Mainstream gelten würde, gilt bei uns als rechts. Was hier als Mitte gilt, gilt dort als links. Und so weiter.

Nun kommt die AfD und bietet sich als konservative Alternative an. Ist sie es? Zweifellos gibt es aus ihrer alten Heimat, der CDU, vertriebene Konservative, die diese Partei wählen, und sei es aus Wut und Ratlosigkeit.

Herzlose Damen von der AfD

Aber konservativ ist die AfD nicht. Es sei denn, man brächte konservativ auf die Formel: Nostalgie plus Ressentiment. All die Reichsfahnen auf ihren Kundgebungen, die Bomberjacken mit Frakturschrift drauf, die deutschnationalen Wärmflaschen, die Björn Höcke bedeutungsvoll verschmitzt herumreicht.

Das hält Martin Walser von der AfD 

 

Die AfD habe keinen Bestand, dieser Auffassung ist Schriftsteller Martin Walser. Er glaubt nicht an eine lange Existenz der AfD. 

Quelle: Die Welt 

Dazu die Ausbrüche von Kälte und Empathielosigkeit führender Damen. Das ist nicht konservativ und christlich schon gar nicht.

Womit wir an den Punkt kommen, an dem es wehtut. Denn es sind eben nicht nur die anderen schuld, die die armen Konservativen immerzu ausgrenzen. Der deutsche Konservatismus ist geistig ausgedörrt, historisch entwurzelt und zukunftsblind, und er hat so gut wie keine Helden, Wolfgang Bosbach ausgenommen.

Man könnte auch sagen, es gibt ihn nicht mehr. Auch ihn hat Hitler erledigt. Der deutsche Konservatismus, als er noch im Saft stand, war nun einmal weithin deutschnational, ostelbisch, preußisch, protestantisch. Und diese Welt ist erst zur NSDAP übergelaufen und dann ein für allemal untergegangen.

Oh Gott, Heinz Erhardt

Nichts symbolisiert den Verlust so treffend wie das rekonstruierte Berliner Schloss. Städtebaulich, also nach außen hin, ist es eine Großtat – aber innen drin? Nichts von dem, wofür es stand, ist mehr da. Alles fort, der Bruch maximal radikal. Nichts, aber auch gar nichts, woran anzuknüpfen wäre. Was also tun? Man tut eine Ethno-Sammlung hinein. Muss man mehr dazu sagen?

Arte zeigt "Die Erbschaft" 

 

Arte zeigt von diesem Donnerstag an „Die Erbschaft“ aus Dänemark. Gezeichnet wird ein Porträt einer Familie der 68er Generation. 

Quelle: Arte 

Hier wird man einwenden: Aber die schlimmen Fünfzigerjahre, die waren so richtig übel konservativ, was für eine historische Tat, das umzuwälzen! Wohlig sich gruselnd, beschwört die 68er-Generation bis heute ihren Titanenkampf mit Heinz Erhardt und seiner Zeit.

Man schaue sich dessen Filme an: Diese frühbundesdeutschen Männlein und ihre Fräulein, wie sie aufgeregt ihre Problemchen mit Chefs, Autos und den Liebesaffären ihrer Töchter durchspielen.

Die CDU ist ausgebrannt

Verglichen mit einem ostelbischen Rittergutsbesitzer der Vorkriegszeit oder einem Leutnant der Jünger-Generation sind es verdruckste, geknickte, um etwas Wohlstand und Heiterkeit bemühte Gestalten, die uns in diesen Filmen entgegentreten. Und wie auch nicht nach einem Krieg, den diese Männer und Frauen eben nicht nur militärisch, sondern moralisch verloren hatten.

"Die Konservativen bleiben in der CDU beheimatet" 

 

CDU-Urgestein Erika Steinbach hat die Partei verlassen. CDU-Generalsekretär Peter Tauber erklärt im Gespräch mit Michael Wüllenweber, warum die Union trotzdem die Heimat der Konservativen bleibt. 

Quelle: Die Welt 

Das Wunder der Nachkriegspartei CDU ist oft beschrieben worden. Eine rheinische Quiche, gebacken aus eigentlich schwer verträglichen Zutaten: katholische Soziallehre, Ordoliberalismus und darin ein paar konservative Geschmacksverstärker.

Auch wenn die CDU es immer noch schafft, Mehrheiten zu erringen oder in Koalitionen zu organisieren – dieser westdeutsche Konservatismus, wenn man ihn denn so nennen will, ist in der Fläche wie in der Tiefe ausgebrannt, vielleicht abgesehen von Bayern.

Die besseren Linken ahnen etwas

Blöde Frage: Braucht eigentlich irgendwer das Konservative? Es gibt Anzeichen dafür. Das Gespräch kann bei eher linken Gelegenheiten erstaunlich schnell an den Punkt kommen, an dem ein Bedauern darüber geäußert wird, dass ein anständiger Gegner fehle – ein interessanter, herausfordernder Gegenpol, an dem man sich selbst und seine Haltungen überprüfen könnte. Es ist nun einmal öde und macht dumm, immerzu im eigenen Justemilieu zu schmoren.

Angela Merkel grenzt Union nach rechts ab 

 

Die Union darf aus Sicht von Angela Merkel in der Auseinandersetzung mit der AfD nicht ihre Prinzipien aufweichen. CSU-Chef Seehofer hatte wiederholt betont, dass es rechts von der CSU keine demokratisch legitimierte Partei geben dürfe. 

Quelle: Die Welt 

Die besseren Linken ahnen das. Ihr Sieg ist ziemlich total, und totale Siege sind meist der Anfang vom Ende. Es besteht also Hoffnung.

Bis dahin heißt, ein Konservativer zu sein, ein Einzelgänger zu sein, mal eher melancholisch, mal stolz, je nach Tagesform.




Aktivitäten von Huter-Freunden seit 1993 bis heute
Biographie Siegfried Kupfer (1917-1983) - Part 3
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Juni 1941 Letzte Ausgabe von „DgM“ 101 by Amandus Kupfer. Nürnberg.

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Juni 1991 Akademische Publikation zur Selbstverantwortung by Wolfgang Timm. Heidelberg.

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Genau 50 Jahre später, Akademische Publikation, Juni 1991, Fachschrift HÖRGESCHÄDIGTEN PÄDAGOGIK, Heidelberg:


SELBSTVERANTWORTUNG

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Es folgte 1941 auf persönliche Anordnung vom damaligen Reichslügenminister Goebbels die TOTALE VERNICHTUNG ALLER HUTER-WERKE im damaligen Nazi-Deutschland. 




Rettung jedoch über die Schweiz
D Crash Titel
Seit 1937 hetzte Goebbels Propagandablatt "DerAngriff" gegen Amandus Kupfer, 
da die NAZI-MACHTHABER sich vor der natürlichen Lebensoffenbarungslehre vom Nichtakademiker Carl Hurer und seine von Huter-Schüler Amandus Kupfer dezidiert inhaltlich dargelegten und belegten Wahrheiten zunehmend fürchteten! 
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Herausgeber von Der gute Menschenkenner, Amandus Kupfer, 1879-1952, entkam zum Ende des Krieges einem Verhaftungsbefehl mit KZ-Einlieferung, aufgrund von Glück und den damaligen Wirren Frühjahr / Sommer 1945. 
Neuherausgeber Diplom Psychologe Wolfgang Timm, Kreator von Gesamtschau-Digital: Carl Huter’s Original-Menschenkenntnis & Ethische Schönheitslehre.
Es erschienen insgesamt 101 großformatige Zeitungen, 1932 bis 1941.
Abschluss von DgM-Digital aller 101 großformatigen Zeitungsausgaben am 5. Februar 2010. 
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Erster Akademischer Vergleich. 1977
Der gute Menschenkenner Nr. 1-6/1979 25. neuer Jahrgang
Beratung von Huter-Freund Manfred Müller mittelbar mit Herrn Dr. jur. Renner via Johannes Kupfer, München, um ohne Copyrightbeanstandung seine Publikation Das Gesicht als Spiegel der Gesundheit, im Verlag ehrenwirthmed. rechtskonform vertreiben zu können. Hier seine Danksagung an Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, 2003.












Wolfgang Thomas (Timm) wolfgangvonbraunschweig /Carl-Huter-Zentral-Archiv!


Syrian boy sleeping between his parents / Syrischer Junge schlafend zwischen seinen Eltern!

Vater & Sohn nach 20 Jahren Trennung vereint, 2003.


Quelle DgM Nr. 51. An den großen, charaktervollen, idealen Frauennaturen sind die großen Männer und Völker emporgewachsen, an den charakterlosen, lieblosen, sittenlosen zugrunde gegangen.


DANKE FÜR DIE TREUE MEINER LESERINNEN UND LESER!
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Impressum Carl-Huter-Zentral-Archiv [Stand 2008]
http://helioda.macbay.de/Impressum.html
Geprägte Kindheit auf Sylt 60er Jahre in einem Reetdach-Haus von 1761 - davor  Sohn Jorge aus Madrid, Sommer 2004.

Der Sämling

von bmh

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2017

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